Sammlung Doris Nöth Ehingen

Blick in die von Ewald Schrade kuratierte Eröffnungsausstellung der Sammlung Doris Nöth im Speth’schen Hof in Ehingen 2010.

Kunst als bürgerschaftliche Aufgabe

In der Ausstellung „Aus der Mitte der Sammlung“ in der Städtischen Galerie Wendlingen gibt die Sammlung Doris Nöth 2004 auf drei Stockwerken einen breiten Einblick in ihre Bestände. Rudolf Schrodi, Jugendfreund von Doris
Nöth und Mitglied der Ehinger Museumsgesellschaft, nutzt die Gelegenheit und stellt erste Kontakte zum kunstsinnigen Ehinger Oberbürgermeister Johann Krieger her.

Nach dem Brand des Speth’schen Hofs 2000 in Ehingen wird das barocke Ehinger Stadtschloss aufgrund seiner hervorragenden historischen Stuckdecken mit Landesmitteln renoviert. Es steht fortan für eine öffentliche Nutzung zur Disposition und schafft Raum für die Vision Johann Kriegers, in Ehingen einen Platz für Moderne Kunst zu schaffen. Dies trifft sich mit dem Wunsch von Doris Nöth, ihrer Sammlung dauerhafte öffentliche Zugänglichkeit und konservatorischen Schutz zu sichern. Beide Intentionen finden in der Unterzeichnung des Stiftungsvertrags 2008 eine zukunftsweisende Vollendung.

Wolfgang Dick entwickelt in Abstimmung mit Doris Nöth, Johann Krieger und dem Ehinger Kulturamtsleiter Karl-Otto Schöfferle den Stiftungsvertrag. Wesentliche Elemente sind die Anbindung der Sammlung an einen von bürgerschaftlichem Engagement getragenen Verein und ein von diesem getragenes wechselndes Ausstellungsprogramm moderner Kunst.

Als Modell dienen die positiven Erfahrungen aus der Gründerzeit des Kirchheimer Kunstbeirats. Die im Stiftungsvertrag festgeschriebene Verbindung wechselnder Auswahlausstellungen aus den Sammlungsbeständen mit Präsentationen junger und arrivierter Positionen moderner Kunst im historischen Ambiente wird vom Verein der Kunstfreunde Ehingen umgesetzt.

Anziehungspunkt für Kunstfreunde im Oberland

Insbesondere dank des rückhaltlosen Einsatzes der Ehinger Keramikkünstlerin Anne Linder, die mit der Leitung der Städtischen Galerie betraut ist, und ihres Manns Volker Sonntag, ebenfalls Künstler und engagierter Kunstvermittler, gewinnt die Galerie in Ehingen innerhalb kurzer Zeit großes Ansehen weit über die Region hinaus und ist schnell bestens vernetzt in der oberschwäbischen Museumslandschaft.

Informationen zu den aktuellen Sammlungspräsentationen aus der Sammlung Doris Nöth und dem Ausstellungsprogramm der Städtischen Galerie Ehingen (Donau) finden Sie hier.

Einen Einblick in die Bestände der Sammlung Doris Nöth vermitteln die beiden von Wolfgang Dick erstellten Sammlungsbücher „Beziehungsweise“ und „ichhördich“.

Kuratorische Kooperationsprojekte

Die immer wiederkehrende Freude des Ankommens
20.01. – 18.03.2012


Mentoren der Sammlung Doris Nöth
Carl Weber · Friedrich Rommel · Fritz Ruoff · Jürgen Mack

24.07.–09.10.2016


ichhördich
Neuerwerbungen der Sammlung Doris Nöth

24.07.–09.10.2016


Aufbruch zum künstlerischen Ausdruck
Carl Weber und Friedrich Rommel
Die Werkkomplexe aus der Sammlung Doris Nöth, Ehingen

07.10.2022.–13.01.2023 · Städtisches Museum Kornhaus Kirchheim unter Teck / Galerie der Kreissparkasse


Doris Nöth 1923-2023 – ein Leben für die Kunst
Letzte Bilder · Identifikation · Spiritualität · Memento mori, ergänzt durch Künsterräume von eng mit der Sammlung verbundenen Künstlern: Bernd Hennig, Ute Gärtner-Schüler, Ulrike Kirbach, Johnannes Rave, Ali Schüler, Thomas Weber, Rudi Weiss
21.05.–09.07.2023

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